Unter der Motorhaube ist er ein Rennwagen

I-Shift mit Doppelkupplung ist von der Welt des Rennsports inspiriert und setzt einen neuen Maßstab in puncto Fahreigenschaften. Dies ist das erste Mal, dass in einem Schwerlastfahrzeug Getriebetechnologie dieser Art eingesetzt wird. „Es fühlt sich an wie Zauberei“, berichtet Björn Lyngsö, Projektmanager für I-Shift mit Doppelkupplung. „Die Kraft ist die ganze Zeit über da.“

Mit einem Doppelkupplungsgetriebe können Sie viel schneller schalten. Die Kupplungen arbeiten parallel, und es ist immer ein Gang eingelegt. „Das ist, als hätte man zwei I-Shift-Getriebe, zwischen denen man im Bruchteil einer Sekunde umschalten kann. Wenn Sie mit einem Getriebe im ersten Gang anfahren, ist der zweite Gang im anderen Getriebe bereits eingelegt“, erklärt Björn Lyngsö. „Es fließt einfach, sanft und ruhig.“

Vorantreiben von Innovationen

Das Getriebe-Team von Volvo hat auf die für das berühmte I-Shift-Getriebe entwickelte Technologie aufgebaut. „Diesmal sind sie einen Schritt weiter gegangen und haben völlig einzigartige Funktionen hinzugefügt, um ein neues Getriebe zu schaffen. Es verbessert Fahreigenschaften und Komfort und ermöglicht Lastschaltungen. Das Design ist sehr kompakt: Nur 120 mm sind hinzugekommen. Auch die Kraftstoffeffizienz wurde nicht beeinträchtigt. Es ist I-Shift ebenbürtig“, berichtet Astrid Drewsen, Produktmanagerin Antriebsstränge.

Wenn man diese Innovation mit dem stärksten D13-Euro-6-Motor von Volvo verbindet, „dann erhält man eine richtig gute Kombination“, erklärt Astrid Drewsen. „Sie liefert bereits bei niedrigen Drehzahlen ein Drehmoment von 2.600 Nm und überträgt es kontinuierlich nach unten auf die Räder. In jeder Situation.“

Genießen Sie die Fahrt

Dieser kontinuierliche Kraftstrom und das beständige Drehmoment sorgen für geschmeidigeres Fahren – bergauf, bergab, auf jeder Strecke. „I-Shift mit Doppelkupplung wählt die intelligenteste und effizienteste Schaltmethode. Es kann Gänge überspringen, um sparsamer zu fahren. Bei Bedarf kommt die Lastschaltung ins Spiel. Diese erfolgt äußerst schnell und geschmeidig, beinahe nahtlos. Und liefert Ihnen dadurch ununterbrochene Zugkraft“, erklärt Astrid Drewsen.

„Es gibt kein Problem mit Gangwechseln inmitten einer Kurve – die Zugkraft ist stets vorhanden. Einer der Testfahrer meinte, dass sich die Antriebsäder förmlich an der Straße festsaugen“, fügt Björn Lyngsö hinzu.

Auch Traktion und Beschleunigung sind besser geworden, selbst bei schwerer Last an Ampeln und Kreisverkehren. „Sie können schnell beschleunigen und dann einfach eine konstante Geschwindigkeit halten, auch wenn es viele Steigungen gibt. Das bedeutet eine höhere Produktivität“, meint Björn Lyngsö.

Zufriedener Fahrer. Zufriedener Lkw

In schwierigen Situationen, beim Bergauffahren und in feuchtem Waldgelände können Sie sich entspannen. „Die Kraft wird zu jedem Zeitpunkt auf die Räder übertragen, was die Gefahr minimiert, dass der Lkw ins Rutschen kommt oder die Bodenhaftung verliert. Etwas, das dem Fahrer andernfalls ernsthafte Sorgen um seine Sicherheit bereiten könnte. Dank I-Shift mit Doppelkupplung kann sich der Fahrer stattdessen auch in diesen Situationen entspannen, die Kontrolle behalten und sich wohlfühlen“, erklärt Astrid Drewsen.

Indem es die intelligenteste Schaltmethode wählt, trägt es auch dazu bei, die Belastung des Lkw insgesamt zu verringern. „Es ist sanft zum Antriebsstrang und zum Fahrzeug. Dadurch kommt es zu weniger Verschleiß am Lkw“, fügt Astrid Drewsen hinzu.

„Das neue I-Shift mit Doppelkupplung ist die intelligenteste und effizienteste Schaltmethode“

„Ein Fahrgefühl wie bei einem Pkw“

Zwei Weltneuheiten revolutionieren das Fahrverhalten. Mit vorderer Einzelradaufhängung und Zahnstangenlenkung verfügt der Volvo FH nunmehr über Vorzüge, die bislang nur Pkw vorbehalten waren.

Ein Lkw ist auf einer schmalen und unebenen Straße schwer in der Spur zu halten. „Ein Pkw ist auf derselben Straße in der Regel einfacher im Handling. Der Fahrer sitzt hier viel tiefer und hat mehr Platz zum Fahrbahnrand“, erklärt Niklas Fröjd, Experte für Fahrzeugdynamik bei Volvo. Und der Pkw hat einen weiteren Vorteil: die Einzelradaufhängung. Jedes Rad am Pkw hat seine eigene Achse, so dass es unabhängig von den anderen rollen kann.
 
„Am Lkw muss sich jedes Räderpaar eine Achse teilen. Daher beeinflusst ein Rad das andere beim Fahren“, führt Niklas Fröjd weiter aus. Der neue Volvo FH gleicht dies ein wenig aus. Wenn Sie sich für die neue Einzelradaufhängung vorn (IFS) von Volvo entscheiden, werden Sie ein Fahrverhalten erleben, das unübertroffen ist.
 
„Den Fahrkomfort eines Pkw erhalten Sie bei allen neuen Volvo FH Lkw standardmäßig. Doch IFS geht sogar noch einen Schritt weiter. Der Lkw liegt damit noch ruhiger in den Kurven und fährt selbst bei holpriger Straße ruhig“, meint Niklas Fröjd.

Noch präziseres Handling

IFS ist Grundvoraussetzung für die andere Weltneuheit in schweren Lkw: die Zahnstangenlenkung. Diese in der Pkw-Industrie vorherrschende Technik vermittelt dem Fahrer das Gefühl einer besseren Kontrolle über Lenkung und Fahrbahnkontakt. Wenn Sie das Lenkrad in einem Fahrzeug mit Zahnstangenlenkung bewegen, reagieren die Räder ohne Verzögerung. „Hinsichtlich des Fahrverhaltens war der Unterschied zwischen einem Lkw und einem Pkw noch nie so gering“, meint Stefan Axelsson, Leiter des Volvo Teams, das für die Feinabstimmung des Fahrverhaltens verantwortlich ist. Wenn es um das Fahrverhalten geht, vergisst man häufig, wie es sich auf die Effektivität des Fahrers und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auswirkt. „Gute Handlingeigenschaften sorgen dafür, dass das Fahren weniger anstrengend ist. So bleibt der Fahrer wachsam und fährt sicherer“, erläutert Stefan Axelsson. „Außerdem bekommt der Kunde einen besseren Eindruck vom Unternehmen, wenn der Fahrer in besserer Verfassung mit der Lieferung eintrifft.“

Jeder neue Volvo FH verfügt über mehr Stabilität und präzisere Fahreigenschaften

Verbesserte Fahrerhaus-Wankstabilität und ausgeglichene Dämpfung für Fahrerhaus und Fahrgestell. Das sind die Hauptfaktoren im Hinblick auf die 50-prozentige Verbesserung der Wankstabilität, von der alle Fahrerhäuser des neuen FH profitieren.
 
„Ein Beispiel dafür sind die Aufhängungsfedern hinten am Fahrerhaus. Sie wurden 25 cm weiter voneinander entfernt angebracht, wodurch sich die Wankstabilität des Fahrerhauses deutlich verbessert“, erklärt Stefan Axelsson. Die höhere Stabilität des Fahrerhauses in Kombination mit der neuen Geometrie und der verbesserten Konstruktion der vorderen und hinteren Aufhängung verleiht dem neuen Fahrzeug überdies einen besseren Geradeauslauf.
 
All dies vermittelt dem Fahrer ein besseres Gefühl von Präzision und Kontrolle und macht das Fahren so sicherer und weniger ermüdend. „Jeder, der an der Entwicklung der neuen Fahreigenschaften beteiligt war, ist wirklich stolz auf das Ergebnis“, so Niklas Fröjd und Stefan Axelsson.

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