Volvo FM weniger Gewicht
The biggest Loser

In den letzten zehn Jahren haben viele Lkw an Gewicht zugenommen. Heute erreichen viele Sattelzugmaschinen die Schwelle von 18 Tonnen Fahrzeuggesamtgewicht in beladenem Zustand oder überschreiten sie sogar. Das ist der Punkt, an dem ein zusätzliches Kilo an der Sattelzugmaschine aus Balancegründen drei Kilo Verlust an Nutzlast bedeutet.

Dank des Gewichtsoptimierungsprogramms von Volvo hat die 4×2 FM Standard-Sattelzugmaschine an Gewicht verloren. Es sieht also gut aus in dieser Hinsicht. Und wichtiger noch: Es ist eine Gewichtsreduktion ohne Kompromisse, da das Programm für jeden Lkw maßgeschneidert ist.

Jeder redet von Gewichtszunahme

„Gewichtsreduktion hängt auch mit der Verringerung des Kraftstoffverbrauchs zusammen, aber wenn Sattelzugmaschinen erst einmal die 18-Tonnen-Schwelle erreicht haben, betreffen die größten Konsequenzen die Nutzlast“, erklärt der Segmentmanager Jonas Odermalm. Darum ging es, als das Gewichtsoptimierungsprogramm gestartet wurde. „Ein Ziel war es, eine etwaige Gewichtszunahme durch die Einhaltung der Euro 6-Vorgaben auszugleichen. Doch die Dinge haben sich besser entwickelt, als wir erwartet hatten: während andere über Gewichtszunahme reden, nehmen wir 75 Kilo ab.“

Alle reden über Gewichtszunahme,
wir nehmen 75 Kilo ab.

Wo steckten die überflüssigen Kilos?

„Wir konnten Potenzial zur Gewichtsreduktion an verschiedenen Stellen ausmachen: an der vorderen Motorbefestigung, am Fahrzeugrahmen selbst, an ein oder zwei Querträgern und an der hinteren Fahrerhausbefestigung, um nur einige zu nennen. Das sind kleine Verbesserungen – ein paar Kilo hier, ein paar Kilo da. Für sich genommen bedeuten sie fast nichts, aber alle zusammen ergeben eine deutliche Gewichtsreduktion.“

Jonas Odermalm fährt fort mit seiner Erklärung, wie dies möglich war. Zwei Aspekte davon sind verbesserte Fertigungsprozesse und bessere Kontrolle der Materialeigenschaften einzelner Bauteile. Wie zum Beispiel bei den neuen Achsschenkeln mit integrierten Lenkhebeln.

Wissen ist Macht

„Vor allem haben wir unsere Kenntnis der Marktsegmente eingesetzt. Durch unser genaues Wissen, wie jeder Lkw gefahren wird, können wir die Konstruktionskriterien für den jeweiligen Einsatzzweck optimieren.“ Während seiner Ausführungen hat Jonas Odermalm am Whiteboard ein Schema skizziert, das wohl jede denkbare Lkw-Anwendung umfasst. Aber vereinfacht gesagt: „Es hat keinen Zweck, Achskonfigurationen für den Geländeeinsatz an einem Lkw zu verbauen, der für gute Straßenbedingungen gedacht ist.“

Christer Pehrsson, Business Manager der Fernverkehrssparte, ergreift das Wort von der anderen Seite des Tischs: „Wenn man die Beanspruchungen und Belastungen für jedes einzelne Teil genau berechnen kann, ist eine Einheitslösung sinnlos. Dadurch werden die meisten Lkw nur unnötig schwerer, als sie sein müssen. Und unsere Einstellung zum Thema Sicherheit kennen Sie ja – wir gehen nie ein Risiko ein.“

Wer sollte das lesen?

Die Studien von Volvo haben ergeben, dass einer von vier Kunden besonders auf das Gewicht achtet. Oder mit anderen Worten: Diese Kunden müssen sorgfältig planen, um die Überschreitung der maximalen Nutzlast (und entsprechende Bußgelder) zu vermeiden. Natürlich wird jeder, der Kraftstoff oder andere Gefahrstoffe transportiert, noch mehr Grund haben, ein wachsames Auge auf die Nutzlast zu haben.

Christer Pehrsson

Wie aus 75 Kilo 225 wurden

Um auf den Balanceeffekt zwischen Anhänger und Sattelzugmaschine zurückzukommen: Wenn das Fahrzeuggesamtgewicht 18 Tonnen erreicht, bringt jede Gewichtseinsparung des neuen Volvo FM den dreifachen Nutzwert bei der möglichen Nutzlast. In manchen Fällen bedeutet das, dass sich die Nutzlast des neuen Volvo FM um 225 Kilo erhöht.

„Bei anderen Lkw auf dem Markt, die vielleicht um 150 Kilo schwerer werden, um die Euro 6-Vorgaben zu erfüllen, verlieren manche Kunden dadurch womöglich fast eine halbe Tonne an Nutzlast.“ Während Jonas Odermalm noch über seine eigenen Worte nachdenkt, fasst Christer Pehrsson den springenden Punkt zusammen: „Das wirft ein neues Licht auf die Frage, ob man es sich erlauben kann, mit 75 Kilo mehr herumzufahren, als wirklich erforderlich sind.“

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Weniger Gewicht